Medizinische Hypnotherapie

Hypnose und Hypnoanalyse

Hypnoseverfahren wurden in Mitteleuropa erstmals im 17. Jahrhundert zu medizinischen Zwecken eingesetzt (Mesmerismus). Im Jahr 1843 führte der britische Arzt James Braid unter Hypnose kleinere Augenoperationen durch. Nach dem Korea-Krieg setzte der Psychologe Charcot die Hypnose erfolgreich zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen ein. Die britische Ärztevereinigung erkannte diese Therapieform im Jahr 1955 offiziell an; 1958 schloss die amerikanische Ärztegesellschaft sich an. In Deutschland ist die Hypnose erst seit 2006 durch die Bundesärztekammer anerkannt.

Die Forschung zur Hypnose hat in den vergangenen Jahren viele neue Erkenntnisse erbracht. So konnte in mehreren klinischen Studien nachgewiesen werden, dass die Hypnose das Immunsystem und die Mediatoren von Entzündungsreaktionen günstig beeinflusst und die physiologischen Heilkräfte des Körpers stärkt. Sie eignet sich daher gut für die begleitende Behandlung von Krankheiten des Bewegungs- und Stützapparates, insbesondere auch für die Schmerztherapie.

Was versteht man heutzutage unter Hypnose? Hypnose lässt sich als ein Bewußtseinszustand zwischen Schlaf und Wachheit beschreiben, der durch körperliche, geistige und emotionale Entspannung charakterisiert ist. Oftmals ruft die Hypnose neben Bildern der Vergangenheit auch Gedanken, Wunschbilder oder kreative Ideen zu Themen hervor, die den Menschen gerade stark beschäftigen. Zudem dämpft sie innerlich vorhandene Angstgefühle.

Im klinischen Kontext wird die Hypnose als ein natürlicher und ganzheitlicher Behandlungsansatz gewählt, um psychisch überlagerte körperliche Beschwerden zu lindern (Hypnotherapie). Dazu zählen beispielsweise Rücken- und Kopfschmerzen, aber auch körperliche, vermeintlich muskuläre Ermüdungserscheinungen, die von Schlaf- oder Essstörungen begleitet sind.

Ein hypnotisierter Mensch ist entgegen der landläufigen Darstellung keineswegs willenlos und dem Hypnotiseur ausgeliefert. Vielmehr wird er/sie in die Lage versetzt, seine Aufmerksamkeit auf wichtige Aspekte seines/ihres Lebens zu konzentrieren, ohne sich dabei in seelische und körperliche Anspannung zu begeben. Es besteht auch keine Gefahr, wider seiner inneren Werte zu handeln oder Geheimnisse preiszugeben.

Ein Patient kann die Hypnose jederzeit willkürlich unterbrechen. Unter Hypnose werden Sie nichts tun, was Sie nicht auch ohne Hypnose tun würden!

Bei folgenden Begleiterscheinungen orthopädischer und unfallchirurgischer Krankheitsbilder wird die Hypnose bei uns zur Behandlung eingesetzt:

  • Schmerzerkrankungen (z.B. Rücken- und Kopfschmerzen, Migräne, Krebsleiden)
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafstörungen)
  • Essstörungen (Ess-Brech-Sucht; Magersucht; Übergewicht)
  • Seelische Störungen (Depression, Ängste und Zwänge, Sprachstörungen)
  • Allergische Erkrankungen (Neurodermitis, Asthma)

Vor der Vereinbarung zu einer Hypnotherapie werden alle Fragen seitens des Patienten besprochen. Der Erfolg der Behandlung setzt Vertrauen und eine maximale Kooperationsbereitschaft zwischen Arzt und Patient voraus.

Anschließend legen wir das angestrebte Ziel der Behandlung gemeinsam fest. Bei einer Probehypnose erfahren Sie, wie Sie auf dieses Verfahren reagieren, und ob die Behandlung eine Aussicht auf Erfolg bietet und sinnvoll ist.

In einer zweiten Sitzung werden weitere auftauchende Fragen geklärt. Dann erst erfolgt die eigentliche Hypnoanalyse bzw. Hypnose mit einer sofortigen anschließenden Kontrolle zum Erreichen des festgelegten Therapieerfolges.

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